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CoVID-19: ADHS-Kinder zu Hause beschäftigen

 

Cat, yawning so much you can mostly see it's tongue and teeth.

 

Hallo liebe Eltern (und Kinder)!

Eine Sache vorneweg: Die Ideen aus diesem Post eignen sich natürlich für alle Kinder, aber da dies ein ADHS Blog ist, und ADHS-Kinder es mit der aktuellen Situation besonders schwer haben, ist dieser Post speziell für diese Zielgruppe geschrieben.

Normalerweise schreibe ich auf diesem Blog nur auf Englisch, über meine Erfahrungen als Erwachsene mit ADHS. In Anbetracht der aktuellen Situation bzgl. des Corona-Virus, habe ich aber beschlossen, mal eine Ausnahme zu machen. Ich kann mir nämlich gut vorstellen, wie schwierig es ist, eines oder mehrere ADHS-Kinder (oder auch neurotypische Kinder, wenn wir mal ehrlich sind) zu beschäftigen, wenn Spielplätze, Sportvereine etc. geschlossen sind. Daher habe ich mir einige Dinge überlegt, die ihr nutzen könnt um eure Kids zu beschäftigen, damit euch zu Hause nicht die Decke auf den Kopf fällt. Und damit eure ADHS-Kids hoffentlich keine ganz so schwere Zeit haben.

Dazu möchte ich auch noch kurz etwas sagen: Ich weiß wie ADHS-Kinder sein können. Ich erinnere mich gut an meine Kindheit, und daran, wie anstrengend meine Geschwister und ich sein konnten. Aber (!) ich weiß auch noch, wie furchtbar anstrengend das für uns war. ADHS-Gehirne und Langweile vertragen sich nicht gut. Also habt bitte Verständnis für eure Kinder. Langeweile und Unterforderung sind für eure ADHS-Kinder körperlich schmerzhaft. Natürlich kann das dazu führen, dass es Streit gibt, oder dass euer Kind irgendwann (oder auch sehr regelmäßig) explodiert. Ich kann euch versprechen, eure Kinder machen das nicht mit Absicht, oder um euch zu ärgern. Euren Kindern geht es in dieser Situation möglicherweise gar nicht gut, deshalb ist es wichtig, dass ihr ihnen Möglichkeiten gebt, sich zu beschäftigen.

In der folgenden Liste werdet ihr Verschiedenes finden. Ideen für Aktivitäten, Links zu Pinnwänden auf Pinterest, aber auch Links zu Spotify, und Listen von Netflix-Shows. Denn sind wir mal ehrlich: Eure Kids über die sechs Wochen Sommerferien auszulasten ist schon eine Aufgabe. Über die aktuellen Schließungen von Schulen und KiTas werdet ihr es ziemlich sicher nicht ohne den alten Flimmerkasten, den Rechner, das Tablet oder Smartphone schaffen. Und das ist okay. Ihr habt Jobs, und Kindern tut es auch mal ganz gut, eine weile nicht aktiv sein zu müssen. Aber natürlich alles in Maßen. Also fangen wir an:

  • Für Kinder, die schon lesen können: Duolingo. Diese kleine App ist super, um die Grundlagen einer neuen Sprache zu lernen, und spricht dank Gameification-Mechaniken auch noch das uninteressierteste Gehirn an. Ich würde hier den Kurs Deutsch-Englisch empfehlen. Für Kinder, die eventuell ihre zweite Muttersprache nicht super gut beherrschen, könnten auch Kurse für Türkisch, Spanisch etc. interessant sein.
  • Beteiligung am Haushalt: Dies ist sicher auch ein guter Zeitpunkt um Kinder verstärkt im Haushalt zu beteiligen. Was jetzt nicht heißen soll, dass eure Kinder den ganzen Tag putzen sollen, oder nur etwas Spaßiges machen, wenn bestimmte Dinge erledigt sind. Ja, das funktioniert, aber in dieser Situation wird es eher frustrierend als hilfreich. Vertraut mir.
    Was also ist hier gemeint? Ganz einfach: Macht mit euren Kids einen Frühjahrsputz. Argumentieren könnt ihr das momentan auch leicht: Da ihr alle (hoffentlich) fast eure gesamte Zeit im Haus verbringt, soll das Haus/die Wohnung auch besonders schön sein. Schaut doch außerdem mal, ob ihr aus Haushaltsaufgaben nicht mit ein paar Tricks einen Wettbewerb machen könnt. Und noch ein Trick: Statt euren Kindern eine Anweisung zu geben, etwas Bestimmtes zu tun, bietet mehrere Möglichkeiten an, und lasst euer Kind aussuchen, was es machen möchte.
  • Wir bleiben beim Haus, jetzt ist nämlich auch ein guter Zeitpunkt, um das Kinderzimmer mal umzuräumen: Damit es nicht zu langweilig wird, könnt ihr nach der ersten Woche zu Hause einfach mal mit eurem Kind die Möbel im Kinderzimmer umräumen. Vielleicht ergeben sich dadurch ganz neue Spielmöglichkeiten (schonmal daran gedacht, wo man im Kinderzimmer eine Höhle bauen könnte?)
  • Solltet ihr durch viele Bestellungen in der nächsten Zeit viele Kartons herumliegen haben, bietet es sich an, daraus ein Spielhaus oder eine Burg zu bauen. Das muss nicht ausgefallen sein, solange man reinkrabbeln, drinnen herumkriechen, und vielleicht noch auf irgendetwas draufsteigen kann, werden eure Kids damit eine Weile beschäftigt sein.
  • Um eure Kids auch ein bisschen in Bewegung zu bringen, könnt ihr auch ganz einfache Tapete (Baumärkte haben ja bisher noch geöffnet) an die Wände hängen (mit Klebestreifen, nicht mit Kleister 😉 ) und eure Kinder darauf wild malen lassen. Bei entsprechenden Schutzmaßnahmen (Malervlies auf dem Boden, und Folie unter der Tapete) können sie sich sogar mit Wasserfarbe oder anderen Flüssigfarben austoben.
  • Ein ganz wichtiger Punkt, der momentan auch immer wieder betont wird, ist dass wir solidarisch sein und unseren Mitmenschen helfen sollen, wo es geht. Kinder sind da oft tatsächlich schon einen Schritt weiter als wir Erwachsenen, und mit voller Begeisterung dabei. Also, setzt euch mit euren Kids zusammen, und überlegt, wie ihr anderen helfen könnt. Was könntet ihr tun, um z.B. den Großeltern eine Freude zu machen, solange sie die Kids nicht sehen können? Habt ihr Nachbarn, die vielleicht Hilfe beim Einkaufen brauchen, für die ihr mal zum Bäcker laufen oder mit dem Hund rausgehen könnt? Können eure Kids ihren Freunden vielleicht Spielzeug schenken oder leihen, damit ihnen nicht langweilig wird? Könnt ihr im Garten einen Baum pflanzen, um mehr Sauerstoff zu produzieren? Euren Kindern fällt wahrscheinlich noch einiges mehr ein.
  • Apropos Großeltern: Nur weil eure Kinder ihre Großeltern und Freunde nicht besuchen dürfen, muss die Kommunikation nicht abreißen, oder nur noch aus Whatsapp (oder was auch immer die aktuelleste Chatapp ist) bestehen. Die Großeltern freuen sich bestimmt, wenn ihr ihnen erklärt, wie Videoanrufe funktionieren. Und mit den Freunden kann man so auch viel besser reden. Und dann gibt es ja noch die ganz altmodische Möglichkeit, mit der wir (und ihr, liebe Eltern) uns noch stundenlang die Zeit vertrieben haben: Der gute alte Telefonanruf. Mittlerweile können dann dank Handy auch fast alle gleichzeitig telefonieren. Schaut also, dass eure Kinder mit ihren Freunden in Kontakt bleiben. Und ermuntert sie, auch mal bei anderen Leuten (Großeltern, andere Verwandte, Nachbarn, Lehrer, etc.) anzurufen, einfach um zu hören, wie die mit der Situation zurecht kommen.
  • Noch ein Punkt, der in diesem Post vielleicht weiter oben hätte auftauchen sollen: Bringt eure Kids in Bewegung! Nichts ist schlimmer, als ein unausgelastetes ADHS-Kind. Und zwar für alle Beteiligten. Also, sorgt dafür, dass eure Kinder ihre Energie loswerden. Und wie? Hier haben alle Glück, die eine Spielkonsole zu Hause haben, denn die haben im Normalfall die Option, mit entsprechendem Zubehör oder auch ohne ganz schön ins Schwitzen zu kommen. Minitrampolin (oder auch die großen) funktionieren auch.
    Sofern ihr so ein Gerät nicht zu Hause habt, gibt es natürlich zunächst mal die Möglichkeit, die Kinder in den Garten zu schicken, sofern vorhanden. Selbst wenn es zu Ausgangssperren kommen sollte, solange eure Kinder in eurem Garten bleiben, und keinen Kontakt zu den Nachbarn haben, sollte das kein Problem sein.
    Was aber, wenn es jetzt keine Spielekonsole, und keinen Garten gibt? Oder die Kids sich im Garten langweilen? In dem Fall  schaut mal auf meine Pinnwand. Dort habe ich einige Ideen gesammelt, wie ihr eure Kinder auch im Haus in Bewegung bringt. Die Texte sind meist auf Englisch, aber da viele der Einträge zahlreiche Bilder enthalten, werdet ihr sicher auch ohne Englischkenntnisse etwas finden.
  • Seife selber machen: Eventuell eine Möglichkeit, euren Kids das gründliche (virenneutralisierende) Händewaschen näherzubringen. Online gibt es Unmengen an Rezepten. Unglücklicherweise benötigt man für die meisten davon Kernseife, die zur Zeit (Überraschung!) Mangelware ist. Aber vielleicht habt ihr ja sowieso welche zu Hause, oder habt Glück und könnt welche kaufen. Jedenfalls könnt ihr eure Kinder damit eine Weile beschäftigen, und sie werden mit der selbstgemachten Seife bestimmt auch sehr gerne die Hände waschen.
  • Eine weitere tolle, und kostenlose, Quelle für Kinderbeschäftigung ist übrigens Spotify. Der Streamingdienst bietet eine interessante Auswahl an Inhalten für Kinder verschiedener Altersgruppen. Im Bereich “Genres und Stimmungen” findet ihr unter “Kinder und Familie” verschiedene Hörspiele und Playlisten mit Kinderliedern. Besonders zu empfehlen, wenn ihr eure Kiddies glücklich und euch selbst verrückt machen wollt, ist die Playlist “Kita Hits”.
    Außerdem findet ihr dort unter “Podcasts” ebenfalls die Kategorie “Kinder und Familie”. Da die Auswahl dort sehr gemischt ist, und auch viele Podcasts auf Englisch und/oder für Eltern enthält, habe ich euch mal ein paar Podcasts rausgesucht, die auf mich einen guten ersten Eindruck machen:

    Natürlich findet ihr dort auch noch andere tolle Podcasts, die Auswahl hier soll euch nur den Einstieg etwas erleichtern.

  • Netflix: Nein, eure Kinder sollen natürlich nicht den ganzen Tag vor dem Fernseher sitzen, und nicht jeder hat einen Netflix-Account (hier lohnt es sich allerdings, mal bei Freunden und Bekannten nachzufragen, ob jemand seinen Account teilen möchte…. und zur Not reicht ja auch erstmal der kostenlose Testaccount). Wie auch immer, wenn ihr es wirklich über die nächsten Wochen schafft, ohne die Kids ab und zu vor dem Fernseher zu parken, Respekt. Wenn nicht, findet ihr hier eine Liste von Sendungen, die ihr eure Kids mit relativ gutem Gewissen schauen lassen könnt (inklusive Altersempfehlung):
    • “Peppa Pig” (FSK 0), amerikanische Kinderserie, die auf vielen Webeseiten empfohlen wird
    • “Benjamin Blümchen” (FSK 0), der Klassiker
    • “Bibi Blocksberg” (FSK 0), siehe oben
    • “Shaun das Schaf” (FSK 0), bekannt aus der Sendung mit der Maus
    • “Unser Sandmännchen” (FSK 0), eine Staffel des Ost-Sandmännchens, das ich als Kind geliebt habe
    • “Mulan” (FSK 0; Empfehlung: ab 5), die Disney-Version der Geschichte, toll, aufregend, aber für sensible Kinder evtl. etwas zu gruselig
    • “Minecraft Story Mode” (FSK 6), sicher für alle Minecraft-Fans sehr interessant; Minecraft an sich ist ein gutes Einsteigerspiel für Kinder, und auch in einer Edu Variante zum Erlernen von Programmiergrundlagen erhältlich
    • “Adventure Time” (FSK 6), extrem beliebte Serie in verschiedenen Altersgruppen; persönlich habe ich die Serie noch nie gesehen, weiß aber dass dort auch mit schwierigen Themen umgegangen wird und die Qualität sehr gut sein soll
    • “Die Erde bei Nacht” (FSK 6), Naturdoku, die sehr vielversprechend aussieht;
      noch zu erwähnen ist hier die Serie “Unser Planet” (FSK 6), die allerdings eine Folge (meine Vermutung: “Eiswelten”) hat, in der es wohl sehr dramatische Szenen gibt, die sowohl meine Mutter als auch meine Schwester aus der Fassung gebracht haben. Deshalb: Nur unter Aufsicht und/oder die entsprechende Folge evtl. auslassen
    • “The Expanding Universe of Ashley Garcia” (FSK 6), wundervolle Serie, die ich persönlich sehr genossen habe, eher für etwas ältere Kinder
    • “Lemony Snicket – Eine Reihe betrüblicher Ereignisse” (FSK 6; Empfehlung ab 8), die Lemony Snicket Bücher sind eine Art literarischer Klassiker, und die Serie ist amüsant; ihr solltet aber bedenken, dass Eine Reihe betrüblicher Ereignisse eine sehr düstere Geschichte erzählt. Ich empfehle Bücher und Serie trotzdem, da Kinder hier beobachten können, wie mit negativen (“betrüblichen”) Ereignissen umgegangen wird, und die Serie sehr deutlich die Position vertritt, dass schlimme Dinge passieren, wenn Erwachsene Kindern nicht zuhören 😉
    • “Geheimnisse des Universums” (FSK 6), sieht nach einer schönen Doku aus, und welches Kind interessiert sich nicht für den Weltraum?
    • “Die unglaubliche Geschichte der Ariana Berlin” (FSK 6), die Beschreibung liest sich sehr schön, und klingt nach einer inspirierenden Serie
    • “Die heilende Kraft von Dude” (FSK 6), ein kleiner Hund verändert die Welt eines ängstlichen Schülers… was muss man dazu noch sagen? Niedliche Hunde und Serien, die Kinder mit ernsten Themen vertraut machen, gewinnen bei mir immer 🙂
    • “Vogeltanz” (FSK 6), eine weitere Naturdoku, sieht optisch sehr ansprechend aus, und ist sicher für viele Kinder interessant
    • “Gregs Tagebuch 2” (FSK 6), die Gregs Tagebuch Reihe kennen sicherlich die Meisten, zur Qualität des Films kann ich nichts sagen, würde aber mindestens gute Kicherunterhaltung für Kinder erwarten
    • “Expedition ins Tierreich” (FSK 6), diese Serie gibt es für mehrere Orte, unter anderem Deutschland, und ist bestimmt spannend für Kinder, die sich ein bisschen für Tiere und Pflanzen interessieren
    • “Du gegen die Wildnis” (FSK 6, interaktiv), ich habe keine Ahnung, was in dieser Serie passiert, ich gehe davon aus, dass es eine Serie im Stil der Choose-Your-Own-Adventure Bücher ist; jedenfalls führt Bear Grillz durch die Wildnis
  • Youtube: Grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen (es gibt leider zahlreiche Beispiele für unglaublich unangemessene Inhalte auf Kanälen die auf Kinder abzielen), aber trotzdem eine super Ressource. Mit etwas Sucherei findet ihr hier tolle Videos zu vielen Themen. Insbesondere für ältere Kinder gibt es eine quasi endlose Anzahl von Tutorials. Und ich meine das nicht nur im Sinne von “Wenn du nicht in die Schule kannst, musst du eben anders was lernen!”, sondern: Eure ADHS Kinder interessieren sich für so viele Dinge, viele davon vollkommen unnütz, aber trotzdem interessant. Jetzt habt ihr also die Gelegenheit euren Kindern mal die Möglichkeit zu geben, eine Hyperfixierung so richtig auszuleben, und darüber so viel wie möglich zu lernen. Glaubt mir, das ist für uns ADHS-Hirne super wichtig.

Das ist erstmal alles, was mir so einfällt. Natürlich solltet ihr noch eine Sache nicht vergessen: Bücher! Gebt euren Kindern die Möglichkeit, sich selbst zu beschäftigen (das ist ja auch eine wichtige Lernerfahrung), und dazu sind Bücher immer eine gute Idee.

Ich gehe natürlich davon aus, dass ihr alle vernünftige Menschen seid, und euch an die aktuellen Krisenanweisungen haltet.  Es ist mir aber trotzdem ganz wichtig hier nochmal darauf hinzuweisen:

  • Behaltet eure Kinder zu Hause. Spazieren gehen ist okay, Besuche bei den Großeltern oder Freunden, Spielverabredungen oder Spielen auf dem Spielplatz sind tabu! Ich weiß, wie schwierig es sein kann, Kinder im Allgemeinen zu beschäftigen. Schonmal in einem Kindergarten ohne Bewegungsraum gearbeitet, wenn es die ganze Woche Schüttet wie aus Eimern? Nein? Ich schon. Aber wir als pädagogische Fachkräfte müssen da auch unter normalen Bedingungen (also ohne lebensgefährliches Virus) durch. Und so ist es jetzt eben auch mit euch Eltern. Und ihr schafft das!
  • Lasst eure Kinder bitte beim Einkaufen zu Hause! Ich weiß, die Knirpse wollen bestimmt mit. Aber ich kann garnicht aufzählen, wie viele Gründe es gibt, dass das einfach eine furchtbare Idee ist. Eure Kinder fassen gefühlt alles an, und haben im Zweifelsfall direkt die Finger im Mund (diese Woche schon mehrfach in “freier Wildbahn” beobachtet). Zum Wohl aller Beteiligten solltet ihr sie also zu Hause lassen.

So, damit bin ich für heute erstmal fertig. Ich werde diesen Post ggf. noch updaten, falls mir weitere Ideen kommen. Ansonsten seid ihr natürlich herzlich willkommen, eure Ideen hier in den Kommentaren zu lassen, damit andere Leser davon profitieren.

Viele Grüße, bleibt gesund, und wascht euch die Hände!

Anne

Foto von Serena Koi von Pexels